Bridezilla? So werdet ihr keine Horror-Braut!

Inspiration | Kommentare deaktiviert für Bridezilla? So werdet ihr keine Horror-Braut!

Sie sind berühmt und berüch­tigt: die Hor­ror­bräute!! Wir nen­nen sie an die­ser Stelle jedoch lie­be­voll Bri­de­zilla. Selbst­ver­ständ­lich, es ist Euer Tag, der Tag an dem Eure größ­ten Träume wahr wer­den sol­len, ihr seid die Köni­gin für die­sen einen Tag. Eure Hoch­zeit soll per­fekt sein und ihr wollt alles unter Kon­trolle haben. Die Auf­re­gung und die Anspan­nung ist rie­sen groß, da Ihr, idea­ler Weise, nur ein ein­zi­ges Mal in Eurem Leben hei­ra­tet und es ein `das nächste Mal machen wir es ein­fach bes­ser´ nicht gibt. Und schon ver­wan­delt sich selbst die ent­spann­teste Braut in ein gebie­te­ri­sches Mons­ter. Aller­dings möchte keine Braut ihr neues Leben mit einem generv­ten Bräu­ti­gam, mit zer­rüt­te­ten Freund­schaf­ten und mit einer ver­stimm­ten Fami­lie begin­nen. Damit Ihr Euch also nicht am Ende doch noch in tyran­ni­sche Dik­ta­to­ren ver­wan­delt haben wir hier ein Paar Tipps für Euch, wor­auf ihr am meis­ten ach­ten soll­tet und wie ihr mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen umge­hen könnt.

Braut­jung­fern
Die größte Bridezilla-Keule bekom­men in der Regel die Braut­jung­fern und Trau­zeu­gin­nen ab. Dabei ver­su­chen gerade sie alles in ihrer Macht ste­hende zu unter­neh­men um Euch zu unter­stüt­zen und glück­lich zu machen. Und des­sen soll­tet ihr Euch stets bewusst sein!! Es gibt aller­dings ver­schie­de­nen Arten von Braut­jung­fern, mit denen man auch jedes mal unter­schied­lich umge­hen sollte. Da ist zum Bei­spiel die Über­eif­rige, die die gesamte Pla­nung am liebs­ten kom­plett sel­ber über­neh­men würde, die Unzu­ver­läs­sige, die mit einem kom­plett ande­ren Geschmack und, die oft­mals schwie­rigste von allen, Single-Brautjungfer. Es bedarf eini­ges an Fein­ge­fühl die Schwä­chen gedul­dig hin­zu­neh­men, die Stär­ken, auch wenn sie übers Ziel hin­aus schie­ßen, ent­spre­chend zu wür­di­gen und gleich­zei­tig die emo­tio­nale Lage der Braut­jung­fern zu berück­sich­ti­gen. Wir emp­feh­len Euch daher den offe­nen und ehr­li­chen Dia­log. Und um einen der größ­ten Streit­punkte, das Brautjungfern-Kleid, zu umge­hen raten wir Euch: sucht es Euch gemein­sam aus!! Ihr als Braut habt selbst­ver­ständ­lich das letzte Wort, doch ein unpas­sen­des Kleid, in dem sich Eure Braut­jung­fer abso­lut nicht wohl fühlt, kann sowohl Eure Hoch­zeit, als auch Eure Freund­schaft gefähr­den. Klingt ober­fläch­lich, aber so sind wir Frauen nun ein­mal…

Fami­lie
Ver­such Eure Fami­lie mit den Kos­ten nicht zu rui­nie­ren!! Es ist zwar der Brauch, dass die Brau­tel­tern die Kos­ten für die Hoch­zeit über­neh­men, doch das muss man ja nicht aus­rei­zen. Auch an die­ser Stelle ist ein offe­ner Aus­tausch über finan­zi­elle Gege­ben­hei­ten unum­gäng­lich. Was kön­nen die Brau­tel­tern auf­brin­gen und was nicht, was könn­tet ihr bei­steu­ern und was nicht, und könn­ten die Eltern des Bräu­ti­gams even­tu­ell auch einen Teil dazu bei­tra­gen? Auf die­ser Grund­lage könnt ihr dann ein Finanz­kon­zept erstel­len an dem sich Eure Pla­nun­gen rich­ten soll­ten. Aber macht nie­mals den Feh­ler und nehmt die Unter­stüt­zung Eurer Eltern für selbst­ver­ständ­lich und melkt sie wie eine Gold­kuh. Und wenn es dann doch unbe­dingt das Designer-Hochzeitskleid sein soll, dann greift lie­ber sel­ber in die Taschen anstatt Eure Eltern in Unkos­ten zu stür­zen!!
Ein eben­falls wert­vol­ler Tipp, den wir Euch mit auf den Weg geben möch­ten ist: Invol­viert sowohl Eure Mut­ter als auch Eure zukünf­tige Schwie­ger­mut­ter in die Pla­nung, bezie­hungs­weise in den Ablauf Eurer Hoch­zeit. Eine Mut­ter Träumt oft­mals bereits genauso lange von der Hoch­zeit ihres Kin­des wie Ihr sel­ber. Lasst Ihr sie also von Anfang an außen vor ist Stress vor­pro­gram­miert. Möchte eine von ihnen oder sogar beide sich über die Pla­nun­gen der Hoch­zeit stül­pen, dann ist eine offene Anspra­che, in der man klar­stellt, dass Ihr die Braut seid und die Zügel der Pla­nun­gen in den Hän­den hält, ohne Frage erfor­der­lich. Doch oft­mals könnt ihr die­sem Gespräch vor­beu­gen, in dem ihr klei­ner Auf­ga­ben direkt von Anfang an an die Müt­ter wei­ter dele­giert. Oft­mals hilft es auch schon sie all­ge­mein zu fra­gen, ob sie Euch bei Klei­nig­kei­ten unter­stüt­zen könn­ten, da das den Müt­tern das Gefühl gibt nütz­lich zu sein und gebraucht zu wer­den. Denn, was oft­mals unter­schätzt wird: eine Hoch­zeit, so sehr sie sich sie auch für ihr Kind gewünscht hat, ist für eine Mut­ter nie ein­fach. Es ist der letzte Schritt in die Unab­hän­gig­keit, der ein­deu­tige Beweis, dass Ihr nun tat­säch­lich erwach­sen seid. Wenn ihr Euch das bewusst macht und ihnen zeigt, dass sie immer noch wich­tig sind, dann steht einer fried­li­chen Feier mit glück­li­chen Betei­lig­ten nichts mehr im Weg!!

Gäste
Den größ­ten Teil einer Hoch­zeits­ge­sell­schaft machen die nor­ma­len Gäste aus. Sie zufrie­den zu stell bedarf es wenig, den­noch kann man so viel falsch machen. Berück­sich­tigt stets die Umstände Eurer Gäste: kom­men viele von weit her? Müs­sen sie sich einen Tag frei­neh­men für Eure Hoch­zeit? Brin­gen sie Kin­der mit? Kön­nen sie sich über­haupt das teure Hotel leis­ten, in dem ihr zum Bei­spiel fei­ert? Dies sind alles Fak­to­ren die ihr bereits vor­her beden­ken soll­tet! Denn es gibt für alles eine Lösung, doch die will geplant und vor­be­rei­tet wer­den. Das A und O einer jeden Orga­ni­sa­tion ist dann das wei­ter­ge­ben von Infor­ma­tio­nen. Gestal­tet bereits Eure Ein­la­dun­gen aus­führ­lich, sodass Eure Gäste mög­lichst keine Fra­gen im Vor­feld mehr haben. Und auch am Hoch­zeits­tag sel­ber ver­ein­fa­chen bereits ein­fa­che Weg­wei­ser, ein Sitz­plan oder das offi­zi­elle Ankün­di­gen eines Loca­ti­onwech­sels die Dinge erheb­lich. Plant kleine Pau­sen ein, wie etwa Emp­fänge, in denen aber zum Bei­spiel ältere Per­so­nen auch mal einen Augen­blick lang sich aus­ru­hen kön­nen, doch lasst diese Pau­sen nicht zu lange wer­den, da sich sonst die Gäste schnell lang­wei­len. Gerade die aus­ge­wo­gene Tak­tung eines Hoch­zeits­ta­ges ist ein Balan­ce­akt, doch es ist auf jeden Fall mach­bar.
Nach der Hoch­zeit erin­nern sich die Gäste immer am meis­ten an das Essen und an die Musik. Sorgt also dafür, dass für jeden etwas mit dabei ist. Beim Essen ist zum Bei­spiel ent­we­der ein Buf­fet oder eine Aus­wahl­karte fürs Menü, die der Ein­la­dungs­karte beige­fügt ist, die beste Wahl. Um mög­lichst vie­len Musik­wün­schen gerecht zu wer­den eige­nen sich zum Bei­spiel beson­ders gut Musik­wunsch­kar­ten. Bei denen müsst Ihr nur auf­pas­sen, dass die Wün­sche nicht zu aus­ge­fal­len sind. Bestimmt stets einen Ansprech­part­ner und benennt die­sen. Ob es nun eine pro­fes­sio­nelle Hoch­zeits­pla­ne­rin oder Eure Braut­jung­fer ist, ein jeder sollte wis­sen, an wen er sich wen­den kann wenn er Fra­gen oder Pro­bleme hat. Zu guter Letzt, geht davon aus, dass ihr nicht jeden ein­zel­nen Gast zu hun­dert Pro­zent zufrie­den­stel­len könnt. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn am Ende des Tages ist es Eure Hoch­zeit!!

Bräu­ti­gam
Berück­sich­tigt die Wün­sche und den Geschmack Eures Bräu­ti­gam!! Das muss natür­lich nicht hei­ßen, dass ihr tat­säch­lich eine Star-Wars Motto-Hochzeit fei­ern oder ein aktu­el­les Fuß­ball­spiel über­tra­gen müsst, auch wenn ihr das selbst­ver­ständ­lich könnt, wenn ihr das möch­tet. Doch ihr soll­tet eben­falls beden­ken, dass viele Män­ner nicht so gerne in einem rosa-pinken Tüll­traum hei­ra­ten möch­ten. Schaut also nach einem Kon­zept, das Euch bei­den gefällt und gleich­zei­tig roman­tisch ist. Dar­über hin­aus soll­tet ihr Rück­sicht auf die nicht vor­han­de­nen Talente Eures Liebs­ten neh­men. Wenn er zum Bei­spiel kein beson­ders begna­de­ter Tän­zer ist, so reicht als Hoch­zeit­stanz doch auch ein Klas­si­scher Wal­zer, anstatt eine aus­ge­feilte zehn­mi­nü­tige Cho­reo­gra­fie?! Oder fühlt er sich außer­ge­wöhn­lich unwohl dabei vor einer grö­ße­ren Gruppe an Men­schen zu spre­chen, dann greift doch mal sel­ber zum Mikro und hal­tet eine kleine Anspra­che um Euren Gäs­ten zu dan­ken. Zum Schluss soll­tet Ihr unbe­dingt an die Hoch­zeits­nacht den­ken!! Auch wenn es oft­mals rat­sam ist, sich für den Hoch­zeits­tag für Figur-schmeichelnde Unter­wä­sche zu ent­schei­den, heißt das nicht, dass man in die­ser auch die Nacht der Nächte begin­nen sollte. Legt Euch also wirk­lich sexy Des­sous an und über­rascht Euren frisch geba­cke­nen Ehe­mann mit einem sinn­li­chen Auf­tritt.

Braut
Seid eine fröh­li­che und ent­spannte Braut, nichts ist näm­lich schlim­mer als eine ange­spannte oder gar hys­te­ri­sche Braut. Denn gerade die Stim­mung der Braut über­trägt sich häu­fig 1:1 auf die Gäste.
Am aller wich­tigs­ten ist: rech­net ein­fach damit, dass die Hoch­zeit auf kei­nen Fall genauso lau­fen wird, wie ihr es geplant habt. Das ist auch gar nicht schlimm, denn gerade die unvor­her­ge­se­he­nen Gescheh­nisse sind oft­mals die beson­de­ren Momente an die man sich im Nach­hin­ein am liebs­ten erin­nert. Das wesent­li­che ist jedoch, dass Ihr nie aus den Augen ver­liert, worum es wirk­lich an die­sem Tag geht: es geht um Euch, um Euren Liebs­ten und um Eure Liebe!! Also, legt den über­trie­be­nen Per­fek­tio­nis­mus ab, fei­ert mit all Euren Lie­ben ein schö­nes und aus­ge­las­se­nes Fest und stürzt Euch hin­ein in die­ses neue wun­der­volle Leben, gemein­sam mit Eurem Traum­mann – denn ja genau, die­ser Traum­mann ist nun EUER Ehe­mann!!

 

 

 

 

Das Titel­bild ist von Pin­te­rest. Hier geht es zu unse­rer Pinn­wand!!