Die Tradition des Brautstraußes!

Soweit wir zurück den­ken kön­nen, haben Bräute Sträuße auf ihren Hoch­zei­ten getra­gen.
Blu­men­schmuck auf Hoch­zei­ten fand man schon in viel frü­he­ren Zei­ten. In der Renais­sance diente der Braut­strauß jedoch eher als Duft­sträuß­chen um Gerü­che wie über­mä­ßi­gen Weih­rauch und unan­ge­nehme Kör­per­ge­rü­che zu über­tün­chen.

Brautstrauß Dahlmann Annika Wietzorke Hochzeit MünsterNoch heute gehört der Braut­strauß zur Grund­aus­stat­tung einer Braut. Ob in bun­ten Far­ben oder in klas­si­schen Creme­tö­nen stellt er die Abrun­dung eines per­fek­ten Hoch­zeit­sout­fits dar. Der Braut­strauß sollte in Farbe und Stil auf das Kleid, Make-up und die Fri­sur der Braut abge­stimmt sein.

Tra­di­tio­nell ist es üblich, dass der Bräu­ti­gam den Braut­strauß sel­ber aus­wählt und am Tag der Hoch­zeit sei­ner Braut über­reicht. Sieht sich das Braut­paar vor der Zere­mo­nie nicht, kann dies auch von dem Vater der Braut über­nom­men wer­den. Bei der Aus­wahl eines pas­sen­den Strau­ßes darf der Bräu­ti­gam sich zuvor bei sei­ner Braut über Wün­sche infor­mie­ren oder sich Hilfe von der Schwie­ger­mut­ter holen, schließ­lich soll der Strauß der Braut auch wirk­lich gefal­len! Inzwi­schen ist es oft so, dass sich die Paare gemein­sam einen Braut­strauß und auch einen pas­sen­den Anste­cker für den Bräu­ti­gam aus­su­chen, gerne auch pas­send zur Tisch­de­ko­ra­tion. Wer auf diese Tra­di­tion nicht ganz ver­zich­ten möchte, über­lässt sonst dem Mann die Wahl bei dem Strauß für die stan­des­amt­li­che Trau­ung. Heut­zu­tage genießt der Braut­strauß bei den weib­li­chen Gäs­ten eine hohe Beliebt­heit. So ist es Tra­di­tion, dass der Braut­strauß oft zum Ende der Feier von der Braut rück­wärts über ihre Schul­ter in die Menge der sich ver­sam­mel­ten unver­hei­ra­te­ten Frauen gewor­fen wird. Alten Über­lie­fe­run­gen zufolge pro­phe­zeie der Fang der Strau­ßes der Fän­ge­rin, dass sie als Nächste vor den Altar tre­ten werde.

Brautstrauß Dahlmann Annika Wietzorke Hochzeit Münster 2Damit die Braut ihren Braut­strauß zur Erin­ne­rung an ihre Hoch­zeit auf­he­ben kann, wäh­len einige Bräute heut­zu­tage einen wei­te­ren Strauß, den sie wer­fen kön­nen.

Eine wei­tere schöne Geste ist das Über­rei­chen des Strau­ßes an ihre Mut­ter, Schwie­ger­mut­ter etc.; im Beson­de­ren, wenn diese nicht an der Feier teil­neh­men konnte. So kann er bei­spiels­weise auch auf ihr Grab gelegt wer­den.

Auch süß und gerade voll im Trend: das Ver­zie­ren des Grif­fes mit etwas Altem, Neuen oder Gelie­he­nen. So kann man Bei­spiels­weise eine alte Bro­sche oder ein klei­nes gerahm­tes Foto einer gelieb­ten Per­son am Griff befes­ti­gen.