Vegane Hochzeit

Inspiration | Kommentare deaktiviert für Vegane Hochzeit

Da ist die­ses Thema, das wir schon so lange im Kopf haben und über das wir schon so viel gele­sen haben. Es geht um “Green Wed­ding”. Doch was genau ist das eigent­lich und was heißt es öko­lo­gisch kor­rekt zu hei­ra­ten? Sind dar­über hin­aus sogar vegane Hoch­zei­ten mög­lich?

Wir möch­ten daher in einer neuen Reihe inten­si­ver auf diese The­ma­tik ein­ge­hen.

Als ers­tes haben wir uns an unsere liebe Annika Bielig-Bussmann gewen­det, uns genauer bezüg­lich die­ses Trends bei ihr erkun­digt und sie gebe­ten einen Gast­ar­ti­kel für uns zu schrei­ben. Gebo­ren in Deutsch­land wan­derte sie bereits vor eini­gen Jah­ren in die USA, das Geburts­land der Green Wed­ding, aus. Dort arbei­tet sie nun als Ernäh­rungs­be­ra­te­rin und ist zusätz­lich die Auto­rin eines wirk­lich wun­der­vol­len Blogs.

Nata­lie Port­man und Anne Hathway haben es bereits gewagt und heute flat­terte diese eine „Save the Date“-Karte von der kom­men­den Hoch­zeit mei­ner Freun­din rein. Beson­de­res Merk­mal: Vegane Hoch­zeit!
Wie wahr­schein­lich die meis­ten von uns, dachte ich als ers­tes an eine lang­wei­lige Ver­an­stal­tung mit Kör­ner­es­sen. Doch zum Glück sind diese Zei­ten vor­bei. Vegane Hoch­zei­ten sind momen­tan in aller Munde. Dabei geht es nicht nur um vegan, hier in den USA spricht man schlicht­weg von „Green Wed­ding“.
Nach Chel­sea Clin­ton war Nata­lie Port­man einer der ers­ten, die gezeigt haben, dass vegan zu hei­ra­ten sty­lisch und roman­tisch sein kann. Die Hoch­zeit fand an der atem­be­rau­ben­den Fels­küste von Los Ange­les statt und die gesamte Deko­ra­tion bestand zum Bei­spiel aus Wild­blu­men, die alle­samt aus der Region stamm­ten. Dar­über hin­aus wurde auch ein kom­plett vega­nes Menü ser­viert.
Vegane oder Green Wed­dings haben die­sen beson­de­ren Reiz: Sie sind nicht nur nach­hal­tig, son­dern sie bie­ten den Gäs­ten auch viele Momente mit Aha-Erlebnissen, zum Bei­spiel durch ihre oft­mals beson­ders raf­fi­nier­ten Deko­ra­tio­nen. Eine vegane Hoch­zeit gibt den Gäs­ten die Mög­lich­keit mehr invol­viert zu sein als bei ande­ren Hoch­zei­ten.
Eine vegane Hoch­zeit muss nicht unbe­dingt kost­spie­li­ger sein als eine durch­schnitt­li­che Hoch­zeit, es gilt ledig­lich mehr Details, wie zum Bei­spiel das abge­stimmte Essen und die beson­dere Loca­tion, zu berück­sich­ti­gen.
Durch den Trend inspi­riert gibt es immer mehr Anbie­ter und Dienst­leis­ter, die sich auf ethi­sche und umwelt­freund­li­che Hoch­zei­ten spe­zia­li­siert haben. Außer­dem gibt es das erste spe­zia­li­sierte Maga­zin, das Green-Wedding-Magazin.
Wenn es um vegane Hoch­zei­ten geht bleibt es natür­lich nicht nur bei Blu­men. Auch beim Braut­kleid muss man nicht zwin­gend in Omas alte Gar­di­nen­kiste grei­fen, es gibt mitt­ler­weile ver­schie­denste Mög­lich­kei­ten ein roman­ti­sches, schö­nes und figur­be­ton­tes Braut­kleid, das ebenso vegan und umwelt­freund­lich ist, zu bekom­men. Die Desi­gne­rin Sina Fischer von Bri­dal Cou­ture Design zum Bei­spiel schnei­dert wun­der­schöne leichte Hoch­zeits­klei­der, die stets aus umwelt­freund­li­chen Mate­ria­lien her­ge­stellt sind. Wenn eine Braut sich solch eine Krea­tion lei­der nicht finan­zie­ren kann, dann kann sie in vie­len Second Hand Läden roman­ti­sche Klei­der fin­den, die mit ein paar Acces­soire nicht von einem Designer-Kleid zu unter­schei­den sind. Alter­na­tiv könnte man auch online nach dem Pas­sen­den stö­bern.
Eine wei­tere Mög­lich­keit nach­hal­tig zu blei­ben hat man indem man zum Bei­spiel auf die Beför­de­rung der Gäste ach­tet.
Vegan ist ein Life­style. Und die­ser Life­style hat sich mitt­ler­weile zu einem Trend ent­wi­ckelt und das im wahrs­ten Sinne des Wor­tes. Vegan zu leben bedeu­tet mehr als nur auf tie­ri­sche Pro­dukte zu ver­zich­ten: Es bedeu­tet ein nach­hal­ti­ges und acht­sa­mes Leben zu füh­ren. Die­ser Lebens­stil hat über die Jahre immer mehr Anklang gefun­den. Vegan essen ist ein Genuss, Men­schen die sich vegan ernäh­ren, haben einen fast schon sinn­li­chen Bezug zum Essen. Ohne die Ankün­di­gung, dass das Essen vegan ist, fällt einem mitt­ler­weile eine vega­nes Menü kaum mehr auf.
Bei Notiers Vega­nes Cate­ring bekommt man von Aubergine-Minz-Lasagne bis zum Gyros mit Zaziki alles vegan zube­rei­tet. Selbst der Onkel, der sonst nie auf sein Fleisch ver­zich­ten möchte, kommt aus dem Stau­nen nicht mehr raus. Denn vega­nes Essen besticht gerade durch seine Far­ben­pracht und ist stets ein Geschmacks­er­leb­nis. Das Hoch­zeits­es­sen ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Hoch­zeit und ein kost­spie­li­ger dazu, doch ein vega­nes Hoch­zeits­menü ist nicht unbe­dingt kost­spie­li­ger als ein „nor­ma­les“. Man sel­ber oder die Hoch­zeits­pla­ne­rin hat nur ein/zwei Schritte mehr zu erle­di­gen.
Wie bereits erwähnt ist eine vegane oder grüne Hoch­zeit ein per­fek­ter Anlass um seine Gäste ein­zu­span­nen. Anstatt sich Geschenke von sei­nen Gäs­ten zu wün­schen kann man sie zum Bei­spiel bit­ten an eine wohl­tä­tige Orga­ni­sa­tion zu spen­den oder einen Tag als frei­wil­li­ger Hel­fer mit­zu­wir­ken. Viel­leicht gibt es einen Pas­tor in der Fami­lie, der eine Trau­ung unter freiem Him­mel abhal­ten könnte. Ein ande­rer kennt viel­leicht einen Foto­gra­fen oder viel­leicht erklä­ren sich Freunde bereit, jeweils ver­schie­dene Abschnitte des Tages zu foto­gra­fie­ren. Die ent­stan­de­nen Bil­der kann man dann per­fekt online für alle Gäste zur Ver­fü­gung stel­len.
Auch die Loca­tion ist ein wich­ti­ger Fak­tor am Tag der Tage. Sie sollte für alle gut erreich­bar sein, sie sollte genü­gend Platz bie­ten und eine Bedeu­tung für das Braut­paar haben. Wie bei einer nor­ma­len Hoch­zeit könnte sowohl ein Hotel oder Restau­rant, als auch das Grund­stück von Freun­den eine Option sein.
Ein beson­de­rer Clou wäre es auch anstatt den Gäs­ten kleine Geschenke zu über­rei­chen sie von der Kir­che oder vom Stan­des­amt mit einem ori­gi­nel­len Gefährt abzu­ho­len und zur eigent­li­chen Loca­tion zu brin­gen. Freund von uns haben etwas ganz beson­de­res gemacht: Sie haben einen Dop­pel­de­cker Bus gemie­tet und haben ihren Gäs­ten so eine Stunde lang auf die klas­si­sche Art und Weise Lon­don gezeigt. Im Anschluss brachte der Bus dann alle Zur Hoch­zeits­lo­ca­tion. Klei­nig­kei­ten wie diese ver­bin­det man ein gan­zes Leben Lang mit sei­ner Hoch­zeit
Eine Hoch­zeit ist ein bedeu­ten­der Mei­len­stein in einer Bezie­hung und ein gro­ßer Moment in unse­rem Leben. Vegane Hoch­zei­ten heben ver­bor­gene Talente von Fami­lie und Freun­den vor und las­sen die­sen Tag zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis wer­den.
Es ist Euer Tag! Genießt ihn, erlebt ihn mit jeder Sekunde und jedem Bis­sen!

Um mehr über Annika Bieling-Bussmann zu erfah­ren könnt ihr hier ihre Inter­net­seite besu­chen.

 

 

Das Titel­bild ist von Pin­te­rest. Zu unse­rer Pinn­wand geht es hier lang!