Braucht ein Brautpaar eigentlich Trauzeugen?

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Und wenn ja: Nach wel­chen Kri­te­rien sol­len sie aus­ge­sucht wer­den? Aus rein recht­li­chen Grün­den sind Trau­zeu­gen schon seit 1998 nicht mehr not­wen­dig, um eine stan­des­amt­li­che Hoch­zeit zu bezeu­gen. 80 Pro­zent der Hoch­zeits­paare ent­schei­den sich aber dafür, zwei Trau­zeu­gen zu benen­nen. Die sind für die Braut­leute nicht nur im Moment ihrer Trau­ung wich­tig, son­dern sie sind Weg­be­glei­ter in den Mona­ten vor der Hoch­zeit und wäh­rend der Ehe. Vor der Hoch­zeit küm­mern sich die Trau­zeu­gen um den Jung­ge­sel­len­ab­schied, sind beim Anzug- oder beim Braut­kleid­kauf dabei, hel­fen bei der Pla­nung des Hoch­zeits­fes­tes und fan­gen den manch­mal damit ver­bun­de­nen Stress und Frust auf. Aber Ach­tung, lie­bes Braut­paar: Auch Trau­zeu­gen sind nicht ohne Ende belast­bar und kön­nen dem Dauerbrenner-Thema „Hoch­zeit“ nicht unbe­dingt und stän­dig etwas abge­win­nen. Die Trau­zeu­gen aus­zu­wäh­len, ist eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit: Sie soll­ten nicht nur eine Mischung aus Event­ma­na­ger und the­ra­peu­ti­schem Bei­stand sein. Aus rein orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den sollte es viel­leicht nicht die beste, aber chao­ti­sche Freun­din sein, die gerne schon mal zu spät zu einer Ver­ab­re­dung kommt. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den sollte es auch nicht der Kum­pel sein, der bereits mit dem Geträn­ke­kauf für den wöchent­li­chen Kartenspiel-Abend über­for­dert ist. Da wären da die Freun­din und der Freund mit dem per­fekt gestyl­ten Ter­min­ka­len­der klar die bes­sere Wahl. Aber: Der per­fekte Trau­zeuge, der alles kann und alle Bedin­gun­gen erfüllt, die ihr an die­ses Amt habt – den gibt es nicht. Damit ist es so wie im wirk­li­chen Leben: Mit die­ser Freun­din kann man am bes­ten über alles reden und die­ser Freund ist der beste, wenn es um die Frei­zeit­ge­stal­tung geht. Ein Tipp: Wählt die Trau­zeu­gen so aus, dass es Men­schen sind, mit denen Ihr Euch sehr wahr­schein­lich auf lange Sicht ver­ste­hen wer­det und zu denen ihr – jeweils auf die Braut und den Bräu­ti­gam bezo­gen – ein beson­de­res Ver­trau­ens­ver­hält­nis habt. Wir raten Paa­ren außer­dem: Es muss nicht die eine Trau­zeu­gin oder der eine Trau­zeuge sein, mit der oder mit dem ihr alles, was mit der Hoch­zeit zu tun hat, besprecht. Pro­fi­tiert dabei von Eurem gesam­ten Freun­des­kreis, sei­nen Fähig­kei­ten und Qua­li­tä­ten. Viel­leicht kann die eine Freun­din beson­ders gut zuhö­ren und sorgt in der stres­si­gen Vor­be­rei­tungs­zeit als Gesprächs­part­ne­rin für eine tolle Unter­stüt­zung. Wäh­rend das Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent im Freun­des­kreis bes­tens dazu bei­tra­gen kann, das Paar mit sei­nen Fähig­kei­ten zu ent­las­ten. Es ist schön, die Zeit vor der Ehe mit den Men­schen zu tei­len, die auch nach der Hoch­zeit Euren Lebens­weg beglei­ten wer­den. Und zwar in guten und in schlech­ten Zei­ten. Teilt und genießt die Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen mit Euren Freun­den und klam­mert das Thema „Hoch­zeit“ dabei ruhig ein­mal aus.

eure_anni_und_irina