Dein Name, mein Name, unser Name?

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Eine Hei­rat bringt eini­ges an recht­li­chen Ver­än­de­run­gen mit sich und eine davon ist die Namens­än­de­rung. Doch wel­cher Name soll über­haupt geän­dert wer­den, wie wird die­ser Name geän­dert, wird der Name über­haupt geän­dert?

Das ganze Thema rund um den Fami­li­en­na­men ist eine durch­aus emo­tio­nale Ange­le­gen­heit. Den Namen sei­nes Part­ners anzu­neh­men gilt bis heute als ulti­ma­ti­ver Lie­bes­be­weis. Für einige Frauen war es in den letz­ten Jahr­zehn­ten aber noch viel mehr, und zwar ein poli­ti­sches State­ment. Wäh­rend das Recht frü­her besagte die Frau müsse den Namen ihres Gat­ten anneh­men, so änderte sich die­ses jedoch in den Tagen der Frau­en­rechts­be­we­gun­gen grund­le­gend. Seit­dem ist es nun mög­lich, dass auch der Mann den Namen sei­ner Frau annimmt, dass beide ihren Namen behal­ten oder dass man sich für Dop­pel­na­men ent­schei­det. Doch wie sieht es heute aus? Und am aller wich­tigs­ten: wel­che Namens­va­ri­ante wünscht ihr Euch für Eure zukünf­tige Fami­lie? Da gerade der Nach­name der Fami­lie einen Namen gibt, ent­schei­den sich noch heute die meis­ten Paare für einen gemein­sa­men Fami­li­en­na­men. Und bei uns tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Deut­schen ist es bis heute, zumin­dest laut Sta­tis­tik, üblich, dass die Frau den Namen ihres Man­nes annimmt.

So weit, so gut. Aber wie steht es nun mit der Ent­schei­dung, wenn die Frau oder der Mann, oder gar beide sich unter ihrem Namen bereits beruf­lich posi­tio­niert haben, und ein Namens­wech­sel für Irri­ta­tio­nen in der Arbeits­welt sor­gen würde? Oder wenn einer der Part­ner ein Kind aus einer frü­he­ren Bezie­hung mit in die neue Fami­lie bringt? Oder ganz schlicht, was soll man machen, wenn beide an ihren Namen und somit an der sicht­ba­ren Zuge­hö­rig­keit zu ihrem Eltern­haus hän­gen? Gerade die­ser Aspekt sorgt oft für erhitzte Gemü­ter. Denn der eigene Name ist nicht nur der Beginn und die Neu­grün­dung einer Fami­lie, durch sei­nen Namen iden­ti­fi­ziert man sich auch mit sei­ner „alten“ Fami­lie. Beliebt waren daher mit ein­her­ge­hen der Eman­zi­pa­ti­ons­be­we­gung Dop­pel­na­men. Aller­dings geht die­ser Trend rapide zurück. Dop­pel­na­men sind eben oft nicht beson­ders schön, sie sind sper­rig und kom­pli­ziert. Ande­rer­seits kann er auch ein offi­zi­el­les Zei­chen für die Zusam­men­füh­rung zweier Fami­lien in eine neue sein.

Wie ihr Euch nun ent­schei­det bleibt Euch über­las­sen. Wir raten nur das Thema früh­zei­tig anzu­spre­chen und den Vor­stel­lun­gen und Wün­schen Eures Part­ners offen gegen­über zu sein. Als letz­ten Tipp möch­ten wir Euch noch mit auf den Weg geben bei der Gemein­de­ver­wal­tung so früh wie mög­lich die Ände­rung, falls ihr Euch für eine Ent­schei­det, anzu­ge­ben. Mög­lich ist das in der Regel bereits sobald ihr Eure Hoch­zei­ten beim Stan­des­amt ange­mel­det habt. Vor allem spart ihr Euch somit unnö­tige Kos­ten für vor­läu­fige Doku­mente.
Also: macht Euch auf den Weg in Eure gemein­same Zukunft!

eure_anni_und_irina